Auszug § 2 Vereinszweck

1. Zweck des Vereins ist es, Menschen mit Suchtproblematik, stofflicher- und nichtstofflicher Abhängigkeit, neue Lebensperspektiven zu eröffnen, einen gemeinsamen Aufbruch zu gestalten, um die Suchtproblematik dauerhaft zu überwinden und am gesellschaftlichen Leben wieder teilhaben zu können. Aufbruch in diesem Sinne versteht sich als das Überwinden alter, von der Sucht überlagerter Denk- Verhaltensmuster, das Herauslösen aus der oftmals Sucht bedingten Isolation, das Wecken von Begeisterung für gemeinsame Projekte, die Etablierung einer Tagesstruktur, das Erkennen und Ausschöpfen der oft verschütteten Potenziale, die Wiedergewinnung des durch die Sucht deformierten Selbstwertgefühls.
2. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne von § 53 der Abgabenordnung.

Auszug § 2 Vereinszweck

3. Der Vereinszweck wird verwirklicht durch, Beherbergung, gemeinsame Mahlzeiten, das Erarbeiten und Begleiten strukturierter Tagesabläufe und Hilfestellung für Menschen, die aufgrund ihrer Suchterkrankung nicht, bzw. noch nicht in der Lage sind, regelmäßig am Erwerbsleben teilzunehmen. Dabei ist nicht entscheidend, ob die hilfsbedürftigen Menschen bereits clean sind oder substituiert werden oder noch Suchtmittelkonsumenten sind. Entscheidend ist, das die Betroffenen ernsthaft ihre Suchterkrankung überwinden wollen und bereit sind, die ihnen angebotene Hilfe anzunehmen und konstruktiv an sich zu arbeiten, im Idealfall mit ärztlich flankierenden Maßnahmen. Die Hilfe des Vereins umfasst hierbei insbesondere auch die Entlastung von Behördenkorrespondenz, etwa die Hilfe bei der Stellung von Anträgen, z.B. gegenüber dem Job-Center, Kranken- und Rentenversicherungen, Wohngeldstellen, Kindergeldstellen, Hilfe bei der Wohnungssuche, allgemeine Organisationshilfe im privaten Bereich.

Auszug § 2 Vereinszweck

Darüberhinaus wird der Vereinszweck dadurch verwirklicht, indem den Betroffenen durch individuelle Erarbeitung innovativer Konzepte aktive Begleitung und Hilfestellung bei Projekten zur Wiedereingliederung in jedweder Art von Beschäftigung angeboten wird. Besonderer Wert wird hierbei auch auf die Förderung künstlerischer Aktivitäten der Betroffenen im Bereich der bildenden Kunst, der Malerei, Bildhauerei und Musik gelegt. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen von Workshops, zu organisierenden Ausstellungen, wie auch in der Übernahme zeitlich begrenzter einfacher handwerklicher Tätigkeiten. Im Vordergrund steht bei allen Tätigkeiten die erklärte Absicht, die Betroffenen überhaupt erst wieder an eine Erwerbstätigkeit heranzuführen, Struktur in den Alltag zu bringen, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen